Presse: Eine gute Idee, die ankommt! Lions Club Tecklenburg spendet 150.000 Euro

Quelle: ivz-aktuell.tv

Sonntag, 14. Jan. 2018 – 15:02 Uhr
von Ibbenbürener Volkszeitung (Redaktion)

Mit einem großen Charity-Event hat der Lions Club Tecklenburg neue Maßstäbe gesetzt. 150.000 Euro kamen durch Spenden von 100 Firmen und Freiberuflern zusammen. Das Geld geht an das künftige Hospizhaus in Ibbenbüren und die evangelische Jugendhilfe in Hörstel.

Ibbenbüren/Lengerich. Einen kurzen Moment waren Sylvia Egelkamp und Wolfgang Flohre sprachlos, als sie auf der Bühne der Gempt-Halle standen. Wenig verwunderlich, hatten sie doch gerade von Dr. Cord Prigge und Holger Merge erfahren, mit welchen Beträgen der Lions Club Tecklenburg ihre Projekte unterstützt: 120000 Euro gehen an das Projekt stationäres Hospizhaus Tecklenburger Land in Ibbenbüren, 30000 Euro an die Kinder- und Jugendschutzstelle der evangelischen Jugendhilfe. Das ist das Ergebnis des großen Charity-Events am Freitagabend.

Einen großen Schritt weiter

Die Initiatoren des Hospizhauses sind damit einen großen Schritt weiter, erzählte Wolfgang Flohre. Derzeit laufe die Suche nach einem Grundstück. „Wenn alles reibungslos über die Bühne geht, könnte das Haus vielleicht schon Ende 2019 stehen.“ In der Kinder- und Jugendschutzstelle soll das Geld für Traumatherapien eingesetzt werden. „Es ist nicht damit getan, dass wir die Kinder und Jugendlichen aufnehmen. Das, was sie erlebt haben, müssen sie auch verarbeiten und das können sie nicht allein“, sagte Sylvia Egelkamp, Mitarbeiterin in der für den Kreis Steinfurt zuständigen Schutzstelle in Hörstel. „Eine gute Idee ist nur gut, wenn sie bei anderen Menschen ankommt.“ Diesen Anspruch sah Karl-Josef Laumann durch die Charity-Aktion des Lions Club mehr als erfüllt. Der NRW-Sozialminister, Schirmherr der Aktion, wertete diese als Zeichen für das Gemeinschaftsgefühl im Tecklenburger Land.

„Überlegen Sie einmal, was ein Kind erlebt haben muss, wenn es in Obhut genommen werden muss.“ Ein nachdenklich stimmender Satz des Ministers. Jeder sollte froh sein, der das nicht erfahren müsse. Die Inobhutnahme wertete er nicht nur als staatliche, „sondern als gesamtgesellschaftliche Aufgabe“.

Zwei Säulen der Hospizarbeit

Die Hospizarbeit stehe auf zwei Säulen, der ambulanten und der stationären, sprach Karl-Josef Laumann das zweite geförderte Projekt an. Für ihn sei das ein gutes Beispiel für die gute Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt. Vor eineinhalb Jahren habe es in Deutschland eine – „sehr gut geführte“ – Diskussion über das Thema Sterbehilfe gegeben. „Wir haben entschieden, wir wollen das nicht. Und genau dann greift doch die Hospiz-Bewegung“, stellte der Minister fest. Er betonte, dass in diesem Zusammenhang die Palliativ-Medizin ein wichtiger Bestandteil sei.

Der erste Hospiz-Verein sei 1968 in Nordrhein-Westfalen gegründet worden. Erst in den 1990er Jahren habe das Thema richtig Fahrt aufgenommen. „Die Hospiz-Bewegung widerlegt durch ihre Entwicklung die These, dass die Menschen immer egoistischer werden“, stellte Karl-Josef Laumann fest. Dass im Pflegebereich – auch im stationären Hospiz – zehn Prozent Eigenanteil zum Jahresetat erbracht werden muss, wertete er als sinnvoll. „Damit bleibt die Idee des Hospiz in der Gesellschaft verankert.“

Dr. Cord Prigge, Präsident des Lions Club Tecklenburg, hatte zuvor die Entstehungsgeschichte der Charity-Aktion erläutert. 100 Jahre nach Gründung der Lions-Bewegung und 60 Jahre nach Gründung des Clubs Tecklenburg sei überlegt worden, wie das Jubiläum angemessen begangen werden könne. Schnell sei klar gewesen, dass „ordentlich Geld für Projekte vor Ort“ gesammelt werden soll, dass der Club mit Mitgliedern aus elf Kommunen, in denen rund 170000 Menschen leben, den Austausch fördern wolle. Nicht zuletzt „wollen wir durch das Jubiläum den Club öffnen und verjüngen“.

300 Gäste genießen den Abend

Das habe zu der Idee geführt, 100 Firmen zu finden, die sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst sind. Vor diesem Hintergrund seien 150000 Euro ein großer Erfolg. „Wir sind stolz und glücklich, dass die Idee zum Erfolg geworden ist“, stellte er fest.

Da für das Charity-Event in der Gempt-Halle Sponsoren gefunden wurden, geht der komplette Erlös an die beiden Projekte. Den Vertretern der 100 Firmen wurde an diesem Abend nicht nur bestätigt, dass sie Gutes unterstützt haben. Kleine Leckerbissen mundeten vorzüglich. Und mit den Queenz of Piano hatten die Lions einen Glücksgriff getan. Anne Folger und Jennifer Rüth begeisterten mit ihren Auftritten nicht nur durch virtuoses Klavierspiel, sondern auch mit Humor und Akrobatik. Nach dem offiziellen Teil heizten Hotte und Bassmass den knapp 300 Gästen ein.

 

Text von  Ibbenbürener Volkszeitung (Redaktion)

Foto: Michael Baar

Quelle: https://www.ivz-aktuell.de/-/186752/Eine-gute-Idee-die-ankommt

 

Artikel IVZ

 

 

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